Schlafapnoe und Corona Maske

Personen mit Schlafapnoe graust es oft vor dem Zubettgehen, denn durch die Verengung der Atemwege erschwert sich die Atmung. Teilweise ist die Verengung so stark, dass es zu Atemausfällen kommt. Das laute Schnarchen ist dabei nur ein Symptom, denn behandeln Sie die Schlafapnoe nicht korrekt, könnte diese lebensgefährlich sein. Überraschend ist es deshalb nicht, dass Sie sich jetzt auch Gedanken über das Tragen der Mund-Nasen-Maske machen. Das müssen Sie aber nicht und wir zeigen warum.

 

Stellt das Tragen einer Maske ein Risiko dar?

Alles, was mit Ihrer Atmung zu tun hat, bereitet Ihnen Kopfzerbrechen, wenn Sie unter Schlafapnoe leiden. Daran ist nichts verkehrt, doch schon der Name sagt, dass das nicht sein muss. Es handelt sich um die SCHLAFapnoe. Das bedeutet, lediglich beim Schlaf geschieht es, dass sich Ihre Atemwege sich so sehr verengen und dadurch die Atmung komplett ausgesetzt wird. Beim herkömmlichen Sitzen, Gehen oder Liegen ist die Obstruktion (Verengung) nicht eng genug um ein Problem darzustellen. Von daher müssen Sie sich auch keine Gedanken darüber machen, eine Maske zu tragen. Im Normalfall stellt sie weder ein Risiko noch ein Problem dar. Dennoch gibt es einige Kleinigkeiten, welche Ihnen den Umgang mit dem Mundschutz erleichtern können.

Den Atemwiderstand prüfen

In Hinblick auf Schlafapnoe kann es auch teilweise im wachen Zustand zu gewissen Atemproblemen kommen. Nun ist es hinderlich, wenn Sie sich für eine Maske entschieden haben, welche einen hohen Atemwiderstand bietet. Das bedeutet, Ihre Lunge muss sich mehr anstrengen, um ein- und auszuatmen. Das ist gerade bei sehr dicken und robusten Masken der Fall. Sollten Sie also unter solchen Problemen leiden, schauen Sie speziell nach einem Mundschutz, welcher sich durch einen leichten Atemwiderstand auszeichnet. Achtung: Nur, weil Sie leichter durch eine Maske atmen können, heißt das noch lange nicht, dass der Schutz schlechter ist. Es gibt durchaus Masken, welche eine einfache Atmung und einen hohen Schutz erlauben. Generell fallen Sie unter die Risikogruppe, da Sie mit einer Atemwegserkrankung zu kämpfen haben. Gerade jetzt ist es wichtig, dass Sie sich besonders gut schützen.

 

Was gibt es noch zu beachten?

Bei einer Maske kommt es nicht nur auf den Atemwiderstand an, sondern in erster Linie auf die Filterleistung. Eine FFP2-Maske ist für alle Personen mit Schlafapnoe Pflicht. Der Grund ist, dass FFP2-Masken eine Filterleistung von mindestens 94 Prozent mitbringen. Insofern werden 94 Prozent aller gefährlichen Viren, Bakterien, Keime und Pilze herausgefiltert. Zum Beispiel ist die Priumask FFP2 eine gute Wahl, denn jene bietet nicht nur eine hohe Filterleistung, sondern auch einen angenehmen Tragekomfort. Wünschen Sie sich eine noch bessere Filterung, sollten Sie sich für eine FFP3-Maske entscheiden. Empfehlenswert ist ein Modell ohne Außenventil, denn so schützen Sie sowohl sich als auch Ihre Mitmenschen.

 

Ebenfalls wichtig ist ein ergonomischer Sitz. Menschen mit Schlafapnoe wird das Tragen der Maske empfohlen, sobald diese das Haus verlassen. Sitzt der Mundschutz unangenehm oder schneidet unschön ein, ist das Tragen keine Freude. Eine ergonomische Form ist deshalb unverzichtbar. Gerade ein biegsamer Nasenbügel ist praktisch, denn so kann man die Maske perfekt den eigenen Bedürfnissen anpassen. Aber auch die Ohrenschlaufen dürfen nicht vernachlässigt werden. Praktisch zeigen sich breitere Bänder, da diese den Druck von den Ohren nehmen. Auf Wunsch können Sie die Maske auch mit Ohrenschonern nachrüsten, was bei einer besonders langen Tragedauer zu empfehlen ist.

 

Klären Sie Probleme mit Ihrem Arzt ab!

Schlafapnoe ist ein recht kompliziertes Thema und es gibt viele unterschiedliche Formen, wie sich die Krankheit zeigen kann. Sollten Sie also auf Probleme mit Ihrer Maske stoßen, melden Sie sich am besten direkt bei Ihrem Arzt. Gemeinsam kann nach einer Lösung gesucht werden, denn die aktuellen Masken zeigen sich sehr unterschiedlich. Das bedeutet, vielleicht eignet sich ein Mundschutz weniger für Sie, dafür aber eine andere Maske umso mehr. Im Gespräch mit Ihrem Arzt finden Sie mit Sicherheit auch heraus, wie Sie sich das Leben aktuell etwas leichter gestalten können. Außerdem umgehen Sie irgendwelche Risiken, welche in Zusammenhang mit der Schlafapnoe sowie dem Tragen einer Maske aufkommen könnten.

 

Das Fazit

Grundsätzlich stellt eine Schlafapnoe kein direktes Problem beim Tragen einer Mund-Nasen-Maske dar, doch je nach Form kann die Atmung teilweise erschwert werden. Jetzt ist es wichtig, dass Sie sich für den richtigen Mundschutz entscheiden. FFP2 sollte Standard sein und achten Sie zudem darauf, dass es sich um ein Modell mit einem geringen Atemwiderstand handelt. So sind Sie auf der sicheren Seite.

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Dr. Robert Frey

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