Seitenlage bei Schlafapnoe

Wer an einer Schlafapnoe leidet, sollte sich dennoch um einen gesunden Schlaf bemühen. Manchmal führen bereits kleine Veränderungen im Alltag zu einer Verbesserung der Symptome. Besonders achten sollten Betroffene auf die Art und Weise, wie sie in der Nacht im Bett liegen. Die Seitenlage scheint für Menschen mit Schlafapnoe besonders geeignet, um besser in den Schlaf zu finden und Luft zu bekommen.

Deshalb ist die Seitenlage bei Schlafapnoe besser

Liegen Menschen auf dem Rücken, haben sie deutlich häufiger mit dem Schnarchen oder mit akuten Störungen bei der Atmung zu kämpfen. Das liegt vor allem an der Zunge. Diese entspannt sich während des Schlafs und fällt unbemerkt in Richtung des Rachens. Manchmal klappt sie so weit nach hinten, dass sie in den Rachenraum hineinfällt. Das behindert die Atmung Betroffener ungemein. Wer hingegen auf der Seite liegen bleibt, der verhindert, dass die Zunge nach hinten kippt. Stattdessen fällt sie zur Seite in Richtung der Wange. Hier stört sie nicht beim Atmen.

Natürlich ist es nicht so einfach, die ganze Nacht lang in der Seitenlage zu verharren. Das Problem: Nachts bewegt man sich unbewusst und dreht sich einmal auf den Rücken und einmal auf die Seite. Die meisten Menschen merken das während einer Phase tiefen Schlafes nicht. Es kann helfen, sich mit entsprechendem Kissen in einer seitlichen Lage zu verankern, sodass das unbewusste Drehen vermieden wird.

Linke oder rechte Seite – das macht einen Unterschied

Nicht nur die Lage auf dem Rücken oder auf der Seite hat einen Einfluss auf den gesunden Schlaf. Auch die Wahl der Seite ist ausschlaggebend dafür, wie erholsam der Schlaf in körperlicher Sicht tatsächlich wird. Wer eher auf der rechten Seite schläft, der kann Sodbrennen verursachen oder zumindest fördern. Wenn Betroffene mit einer Schlafapnoe also auf der Seite schlafen möchte, sollten sie möglichst die linke Seite bevorzugen.

Wer auf der linken Seite schläft, der presst die Organe ein wenig mehr zusammen. Sowohl der Magen als auch die Leber und die Lunge werden dabei leicht zusammengeschnürt. Das ist allerdings nicht nachgewiesener Maßen schädlich. Manche Mediziner sind sogar der Meinung, dass das Liegen auf der linken Seite die Verdauung fördert. Die Säfte für die Verdauung werden kanalisiert und Enzyme besser transportiert. Auch Herz sowie Milz profitieren von der Seitenlage auf der linken Seite.

Das Seitenschläferkissen als geeignetes Hilfsmittel

Wer auf der Seite schlafen möchte, sollte sich ein passendes Kissen für diese Lage anschaffen. Sogenannte Seitenschläferkissen sind extra dafür konzipiert, den Körper während des Schlafes in seiner natürlichen Positionen zu unterstützen und die Gelenke sowie Wirbel nachhaltig zu entlasten. Das Kissen wird entlang des Körpers so positioniert, dass Betroffene während des Schlafens eine bequeme sowie schonende Haltung einnehmen können. Anders als normale Kissen dient es daher nicht nur der Stützung des Kopfes, sondern des gesamten Körpers.

Das Schlafen auf der Seite ist gut für die Atmung. Mit dem passenden Kissen für Seitenschläfer sorgen Betroffene zusätzlich dafür, dass der Körper mehr Halt beim Liegen bekommt. Das entspannt die Muskeln und beugt Verspannungen vor. Viele Menschen leiden unter Schmerzen im Rücken oder in den Gliedern, weil sie nachts nicht ausreichend gestützt liegen. Ein passendes Kissen sorgt dafür, dass die Lendenwirbel nicht unnötig verdreht werden, weil man gerade liegt und die Position halten kann. Wer besonders bequem liegt, neigt auch weniger dazu, sich im Schlaf wieder zurück in die unerwünschte Rückenposition zu drehen.

Der Kopf wird nicht mehr überspannt und die Beine werden gepolstert, sofern es sich um ein Kissen handelt, welches lang, dick und fest genug ist. Das Kissen schließt quasi die Lücke zwischen den Gliedmaßen und polstert dabei die Gelenke, Wirbel und Knochen ab. Betroffen sollten sich bei der Auswahl an der Qualität des Kissens und der passende Größe sowie Festigkeit orientieren – dann kann nichts mehr schiefgehen.

Seitenschläferkissen sehen nicht aus wie ein klassische Kopfkissen, sondern eher wie eine sehr große Rolle. Anders als die Nackenrolle liegt es nicht unter dem Nacken oder dem Kopf, sondern seitlich neben dem Körper auf der Seite, in welche man sich nachts dreht.

Beine und Knie im Schlaf entlasten

Bei einer Schlafapnoe ist die Seitenlage zwar besser als die Lage auf dem Rücken oder gar auf dem Bauch. Dennoch sollten Betroffene einiges beachten, wenn sie nicht möchten, dass sich diese Lage negativ auf die Gelenke auswirkt. Bei den meisten Menschen liegen die Knie während der klassischen Seitenlage aufeinander. Dieses zusätzliche Gewicht tut weder den Kniegelenken selbst noch den Beinen gut und kann zu einer Überlastungserscheinung der Patellasehne führen.

Doch es gibt ein simple Strategie zur Abhilfe morgendlicher Schmerzen in den Knien und Beinen: Ein dickes und möglichst stabiles Kissen wird zwischen die Knie sowie den unteren Bereich der Oberschenkel geklemmt. Hier kann man ein spezielles Kissen aus Schaumstoff verwenden anstelle eines normalen Kopfkissens. Harte Kissen, die extra für diesen Zweck gedacht sind, halten ihre Form trotz der hohen Belastung an dieser Stelle. Vorübergehend reicht natürlich auch ein normales Kopfkissen, das man aktuell gerade nicht braucht.

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