Redaktionell geprüft und aktualisiert am 24.07.2026.
Die CPAP-Therapie gehört zu den wirksamsten Behandlungen der obstruktiven Schlafapnoe. Sie kann Atemereignisse während der Anwendung stark reduzieren und Beschwerden wie Tagesmüdigkeit oder nicht erholsamen Schlaf verbessern.
Kurzantwort: Das CPAP-Gerät erzeugt einen positiven Atemwegsdruck. Dieser wirkt im oberen Atemweg wie eine pneumatische Schiene und verhindert, dass der Rachen im Schlaf kollabiert. Welche Maske geeignet ist, hängt von Nasenatmung, Leckagen, Druck, Schlafposition und persönlichem Komfort ab.
Welche CPAP-Masken gibt es?
Nasenmaske
Die Nasenmaske umschließt die Nase. Sie ist für viele Menschen eine gute Ausgangslösung und bietet häufig eine günstige Kombination aus Wirksamkeit, Abdichtung und Komfort.
Nasenpolstermaske
Nasenpolster liegen direkt an den Nasenöffnungen an. Sie benötigen wenig Kontaktfläche und können bei Platzangst, Bartwuchs oder einem empfindlichen Nasenrücken angenehm sein.
Nasenpolstermasken und klassische Nasenmasken sind hinsichtlich der Wirksamkeit insgesamt vergleichbar.
Mund-Nasen-Maske
Die häufig als Full-Face-Maske bezeichnete Maske umschließt Mund und Nase. Sie kann bei ausgeprägter Mundatmung oder nicht kontrollierbaren Mundleckagen erforderlich sein.
Sie ist aber nicht automatisch die beste erste Wahl. Studien zeigen bei Mund-Nasen-Masken im Durchschnitt höhere notwendige Drücke, einen höheren Rest-AHI und eine teilweise schlechtere Nutzung als bei nasalen Masken. Eine behinderte Nasenatmung sollte deshalb möglichst untersucht und behandelt werden.
Wie funktioniert CPAP?
CPAP bedeutet „Continuous Positive Airway Pressure“. Das Gerät saugt Raumluft an und erzeugt einen kontinuierlichen positiven Druck. Dieser Druck stabilisiert vor allem den Rachenraum hinter Zunge und weichem Gaumen.
CPAP beatmet einen selbstständig atmenden Menschen normalerweise nicht aktiv. Die eigene Atmung bleibt erhalten. Das Gerät verhindert den Kollaps des oberen Atemwegs, solange es angewendet wird.
Was tun bei Problemen mit der Maske?
Häufige Schwierigkeiten sind:
- Druckstellen,
- Luftleckagen,
- trockene Nase oder trockener Mund,
- gereizte Augen durch austretende Luft,
- Völlegefühl durch verschluckte Luft,
- Platzangst,
- Probleme beim Ausatmen,
- störende Geräusche.
Viele dieser Probleme lassen sich durch eine andere Maskengröße, ein anderes Maskenmodell, eine beheizte Befeuchtung oder eine Anpassung der Geräteeinstellungen verbessern. Eine schlecht sitzende Maske sollte nicht einfach übermäßig festgezogen werden.
Eine gute Einführung, frühe Kontrolle und systematische Fehlerbehebung verbessern die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Therapie. Weitere Hinweise finden Sie unter CPAP-Maskenprobleme.
Behandelt CPAP die Ursache?
CPAP behandelt die Atemwegsobstruktion während der Anwendung sehr wirksam. Eine bestehende anatomische Verengung durch Kieferlage, Zunge, Mandeln oder andere Strukturen wird dadurch jedoch nicht dauerhaft verändert.
Die Therapie muss normalerweise weiter angewendet werden, solange die Schlafapnoe fortbesteht. Ändern sich Gewicht, Anatomie oder andere Einflussfaktoren, kann eine erneute schlafmedizinische Beurteilung sinnvoll sein.
Welche Alternativen gibt es?
Je nach Ursache und Schweregrad kommen infrage:
- eine individuell angepasste Unterkieferprotrusionsschiene,
- eine Positionstherapie,
- Gewichtsreduktion bei Übergewicht,
- die Behandlung einer behinderten Nasenatmung,
- ausgewählte HNO-Verfahren,
- Hypoglossusnerv-Stimulation,
- maxillomandibuläres Advancement.
Wenn eine skelettale Rücklage von Ober- und Unterkiefer den Atemweg verengt, korrigiert die MMA-Operation diese Ursache direkt. Durch die Vorverlagerung beider Kiefer wird der Atemweg dauerhaft erweitert. Damit unterscheidet sich die MMA grundsätzlich von einer Therapie, die nur während ihrer nächtlichen Anwendung wirkt.
Ob eine solche Schlafapnoe-Operation sinnvoll ist, sollte anhand einer vollständigen Ursachenbestimmung entschieden werden. Bei reinem Schnarchen oder geeigneter leichter bis mittelgradiger Schlafapnoe kann auch eine individuell geplante Schnarchschiene infrage kommen.
Eine laufende CPAP-Therapie sollte nicht eigenständig beendet werden. Nach einer alternativen Behandlung muss das Ergebnis durch eine erneute Schlafmessung bestätigt werden.