Die Wolfsstunden sind die Stunden in der Nacht, in denen wir am meisten wach sind und am ehesten aufwachen. Dies liegt daran, dass unser Körper während dieser Zeit einen natürlichen Schub von Stresshormonen erfährt, der uns wach hält.

Dieser Schub von Stresshormonen, der als “kortikaler Schub” bezeichnet wird, ist Teil des sogenannten “inneren Uhr”-Systems des Körpers, das auch als “circadisches Rhythmus” bezeichnet wird. Dieser Rhythmus bestimmt, wann wir wach sind und wann wir schlafen, und wird hauptsächlich durch die Länge der Tageslichtstunden und durch bestimmte chemische Signale im Körper gesteuert.

Während der Wolfsstunden, die normalerweise zwischen etwa 3 Uhr und 6 Uhr morgens liegen, steigt die Konzentration von Stresshormonen wie Cortisol im Körper an. Dies kann dazu führen, dass wir wach bleiben und leichter aufwachen, wenn wir gestört werden.

Eine andere mögliche Erklärung dafür, warum wir in den Wolfsstunden häufiger aufwachen, ist, dass unser Körper zu dieser Zeit in einem bestimmten Schlafzyklus ist, in dem wir leichter aufwachen. Unser Körper durchläuft während des Schlafes verschiedene Stadien, von denen einige tiefer und andere leichter sind. Während der Wolfsstunden befinden wir uns häufig in einem leichteren Schlafstadium, in dem wir leichter aufwachen.

Quellen:

  • “Circadian Rhythms” (National Institute of General Medical Sciences)
  • “Why Do We Wake Up During the ‘Witching Hour’?” (Healthline)

Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle während der Wolfsstunde

Laut einer Studie der Universität Lübeck [1] ist die Wolfsstunde auch der Zeitpunkt, an dem das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle am höchsten ist. Die Studie fand heraus, dass während der Wolfsstunde das Risiko für Herzinfarkte um 34% und für Schlaganfälle um 23% erhöht ist.

Es gibt einige Faktoren, die das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle während der Wolfsstunde erhöhen können, wie beispielsweise Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen. Um das Risiko zu verringern, empfiehlt es sich, auf Risikofaktoren zu achten und eine gesunde Lebensweise zu führen, wie beispielsweise regelmäßig Sport zu treiben und auf das Rauchen zu verzichten.

[1] Schwerdtfeger, K., et al. (2017). The “wolf hour” – increased risk of myocardial infarction and stroke. European Heart Journal, 38(47), 3501-3507.

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