Schlafapnoe Lebererkrankungen

Von Schlafapnoe Betroffene leiden vermehrt unter Müdigkeit, selbst bei ausreichend langem Schlaf. Weitere Begleiterscheinungen, die durch die aussetzende oder behinderte Atmung auftreten können, sind eine Gewichtszunahme, eine niedrige kognitive Funktion sowie Haarausfall.

Was kann zu vermehrtem Haarausfall führen?

Die Hauptursache von Haarausfall ist oftmals durch die Genetik bedingt. Auch können Schwankungen im Hormonhaushalt einen verstärkten Haarausfall bedingen. Dazu zählen beispielsweise eine Schwangerschaft, Schilddrüsenprobleme oder Entzündungen. Auch Medikamente können ihren Teil dazu beitragen, das betrifft gehäuft solche, die für den Blutdruck, Arthritis oder bestimmte Formen von Krebs eingenommen werden. Ein exzessives Haarstyling oder Behandlungsmethoden wie heißes Öl können den Haarwurzeln und der Kopfhaut ebenfalls zusetzen. Oft vernachlässigt tragen auch Traumata oder Stress zu einer Abnahme der Haargesundheit bei.

Haarausfall durch Schlafapnoe

Studien haben gezeigt, dass eine Verbindung zwischen unterbrochenem Schlaf und kurz- oder langfristigen gesundheitlichen Beschwerden besteht. Durch die permanente Unruhe entsteht Stress, welcher wiederum in genetischen Auswirkungen wie Haarausfall zeigen kann. Obwohl es keine direkte Korrelation gibt, deuten genügend Indizien auf den Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Haarausfall hin.

Eine Studie von 20141https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3939882/ zeigt den direkten Zusammenhang zwischen einem beständigen Schlaf-Wach-Rhythmus und dem Prozess der Regeneration von Stammzellengewebe. Eine Untersuchung an Tieren hat gezeigt, dass Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus bei ihnen dafür gesorgt haben, dass vermehrt Haarwurzeln ausgefallen sind.

Das notwendige Melatonin wird durch den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Ausgeschüttet wird es während der Schlafenszeit. Bei irregulärem Schlaf oder lang anhaltenden Phasen der Erschöpfung wird diese Ausschüttung beeinträchtigt. Auch Schlafapnoe trägt dazu bei. Schlafapnoe wird durch die Entspannung der Halsmuskulatur beeinflusst, wodurch die Luftpassage blockiert wird. Das führt zum Schnarchen und einem verminderten Sauerstoffgehalt im Blut. Das Gehirn nimmt die Beeinträchtigung wahr und weckt den Schlafenden für kurze Momente auf. Diese Unterbrechungen können in einem Bereich von über 30 Mal pro Stunde auftreten. Die Aufsummierung führt zu einer permanenten Erschöpfung. Dafür müssen die ‘neurobiologischen Kosten’ getragen werden. Dieser Umstand schlägt sich zusätzlich auf die Lebensqualität des Betroffenen aus.

Haarausfall durch Stress

Schlafapnoe setzt den Körper unter Stress. Die Haarwurzeln in eine Art “Ruhemodus” über. Je länger dieser Zustand anhält, desto stärker wird der Haarausfall während des Waschens oder des Kämmens. Auch ist es möglich, dass bei den Betroffenen eine stressbedingte Trichotillomanie auftritt. Dies ist eine psychosomatische Antwort auf den Stress, wobei die Betroffenen an Haaren und Augenbrauen reißen, bis diese ausfallen. Ist der Stress besonders schwerwiegend, kann es mitunter zu Reaktionen des Immunsystems wie Entzündungen kommen, wodurch die Haarwurzeln angegriffen werden.

Was kann gegen den Haarausfall unternommen werden?

Teilweise kann der Betroffene selbst der Schlafapnoe entgegenwirken. Dabei helfen ein gesundes Gewicht und regelmäßiger Sport, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen. Alkohol und Nikotin sollten vermieden werden. Zusätzlich können orale Hilfen eingesetzt werden, um die Atemwege während des Schlafs freizuhalten. Von medizinischer Seite ist eine CPAP Therapie möglich, welche die Blockierung der Atemwege auflöst. Durch den konstanten Strom an Sauerstoff kann der Betroffene in Ruhe schlafen. Das senkt außerdem das Risiko einer Herzerkrankung oder Typ 2 Diabetes, während es für eine bessere Konzentration, erhöhte Aufmerksamkeit während des Tages und eine erhöhte emotionale Stabilität sorgt.

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